Sonstige Prüfungsarten

Was sind sonstige Prüfungsarten in der Wirtschaftsprüfung?

Neben der Jahresabschlussprüfung fallen weitere Prüfungen in der Wirtschaftsprüfung an, welche z. T. zwingend durch Wirtschaftsprüfer vorzunehmen und zu bescheinigen sind (sogenannte non-audit services). Solche Prüfungen einzelner Sachverhalte sind gerade für mittelständische Kanzleien zur Kapazitätsauslastung notwendig.

Zu den sonstigen Prüfungen zählen u. a.:

  • Prüfungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
  • EU-Verwendungsnachweise
  • Mittelverwendungsprüfungen (ESF, Zuwendung von Stiftungen)
  • Überschuldungsprüfungen
  • Prüfungen nach Verpackungsverordnung (z. B. Interseroh, Grüner Punkt)

Warum müssen sonstige Prüfungen durchgeführt werden?

Die sonstigen Prüfungen dienen ebenso wie die Jahresabschlussprüfung dem Gläubigerschutz und der Informationspflicht. Dritte und Unternehmen ordnen solche Prüfungen an, um die Richtigkeit der Sachverhalte auch gegenüber Gesellschaftern oder Kreditgebern zu bestätigen.


Welche Herausforderungen bestehen für Wirtschaftsprüfer bei den sonstigen Prüfungen?

Der Fokus der Wirtschaftsprüfung liegt dabei meist abseits der Abschlussprüfung - die sonstigen Prüfungen zeichnen sich dadurch aus, dass es sich hierbei meist um (kleine) Aufträge mit einem schmalen Budget und/oder geringem bis keinem Bezug zu einem Jahresabschluss handelt. Darüber hinaus gehören sie nicht zum Tagesgeschäft bzw. sind keine wiederkehrenden Aufträge, weswegen hier standardisierte und automatisierte Routinetätigkeiten für Wirtschaftsprüfer nahezu ausgeschlossen sind.

Ebenso wie bei der Abschlussprüfung müssen auch bei solchen Prüfungen die Dokumentationspflichten beachtet werden und Wirtschaftsprüfer müssen einen Weg finden, um die Kommunikation und den Datenaustausch mit den Mandanten so effizient, schnell und sicher durchzuführen, wie möglich.