Prüfungsdurchführung

An audit is an audit? Nicht jede Prüfung ist gleich!

Der risikoorientierte Prüfungsansatz verlangt eine individuelle, am jeweiligen Fehlerrisiko orientierte Vorgehensweise. Es wäre eine Fehlinterpretation der Forderung nach vergleichbarer Prüfungsqualität („An audit opinion is an audit opinion.“), die Prüfungsstandards dahingehend auszulegen, dass jede Prüfung nach der gleichen formalen Herangehensweise und mit dem gleichen Dokumentationsaufwand durchzuführen ist.

Unternehmen gehen nunmehr – noch stärker als in der Vergangenheit – dazu über, Geschäftsmodelle unter dem Aspekt der Prozessorientierung zu bewerten. Die Prüfungsstrategie der Abschlussprüfer verlangt daher eine geschäftsprozessorientierte Ausrichtung.

 


 

AuditTemplate: Beurteilung von Geschäftsrisiken mit flexiblem Aussagenkonzept

Unsere skalierbare Lösung AuditTemplate führt Sie anhand eines „roten Fadens" durch die gesamte Jahresabschlussprüfung. AuditTemplate unterstützt Sie bei der Identifikation und Erfassung der Risiken und stellt ein flexibles Aussagenkonzept mit 4-15 Aussagen zur Verfügung. Dabei können die Geschäftsprozesse individuell erfasst und im Anschluss mit den Risiken verbunden und ausgewertet werden.

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Prüfungsplanung, -durchführung und -dokumentation

Der Umfang der Prüfungsplanung, der Prüfungshandlungen und der Prüfungsdokumentation ist von der Komplexität, der Größe und dem Risiko des Mandats abhängig. Aber auch einzelne Prüfungsnormen sind „skalierbar“. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass bestimmte Prüfungsstandards bzw. Teile davon nicht anzuwenden sind und die Nichtanwendung dann auch nicht gesondert begründet und dokumentiert werden muss, wenn diese Standards im konkreten Fall nicht relevant sind. Beispiele dafür sind IDW PS 321 oder auch ISA 610 in dem Fall, dass das Unternehmen über keine Interne Revision verfügt.

Auch können im Rahmen der Prüfung von kleinen Einheiten der Umfang der Prüfungsstrategie, Prüfungshandlungen sowie -dokumentation zusammen in einem einzigen Dokument aufgezeichnet werden, mit Querverweisen auf unterstützende Arbeitspapiere, sofern dies angemessen ist. Als Beispiele hierfür können die Dokumentation des Verständnisses der Einheit oder des Internen Kontrollsystems genannt werden.


Weitere Skalierungsaspekte ergeben sich insbesondere im Bereich

  • Auftragsannahme
  • Wesentlichkeit (Overall-Konzept der Wesentlichkeit)
  • Prüfungsplanung mit Blick auf die Risikobeurteilung (z. B. durch Verwendung von Kenntnissen aus der Vorjahresprüfung) sowie bei der Festlegung von Prüfungshandlungen als Reaktion auf beurteilte Risiken (z. B. Verwendung von Prüfungsnachweisen der Vorjahresprüfung, Verzicht auf Funktionsprüfungen, Verwendung nur weniger kombinierter Prüfungsziele – bzw. Aussagen-Kategorien – gemäß IDW PS 300 Tz. 7 resp. ISA 315.A112)

Weiterführende Aspekte der Skalierung können den Hinweisen der WPK zur skalierten Prüfungsdurchführung entnommen werden.

 

Grenzen der Skalierung

Nicht in Frage gestellt werden darf bei der skalierten Prüfung insbesondere der risikoorientierte Prüfungsansatz selbst. Die IDW Prüfungsstandards bzw. die ISA sind verpflichtend anzuwenden und können nicht skalierend abgewählt, vernachlässigt oder interpretiert werden. Die Standards enthalten allerdings zahlreiche Aussagen zur Prüfungsdurchführung, in denen die Skalierbarkeit der Prüfungsstandards zum Ausdruck kommt. Nur im Rahmen dieser Vorgaben ist eine Skalierung möglich – und dann unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Durchführung der Prüfung sogar geboten.

 

Prüfungsdokumentation skalierte Jahresabschlussprüfung

Prüfungsqualität skalierte Jahresabschlussprüfung

Dienstleistungen skalierte Prüfung und AuditTemplate

 

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