Wegfall von Erleichterungen

Die Einführung der E-Bilanz gemäß § 5b EStG wird von einer Reihe von Erleichterungen begleitet, beispielsweise von der Nichtbeanstandungsregel. Diese und weitere Erleichterungen fallen nun sukzessive weg. Ergänzend dazu werden auch die Validierungs- und Plausibilisierungsregeln der ERiC-Komponente in der E-Bilanz-Software zunehmend detaillierter.

E-Bilanz: Übergangsregelungen für alle Unternehmen

Die Nichtbeanstandungsregel, nach der Papier-Bilanzen für das Geschäftsjahr 2012 übergangsweise akzeptiert wurden, galt für alle Unternehmen. Mit dem Wegfall dieser Regelung ist das Geschäftsjahr 2013 faktisch das erste Pflichtjahr zur Einreichung der E-Bilanz.

 


 

E-Bilanz: Beratung zur erfolgreichen Umsetzung

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Übergangsregelung für bestimmte Anwendungsfälle

Die Übergangsregelungen für bestimmte Anwendungsfälle, die in Randziffer 7 des BMF Anwendungsschreiben 28.9.2011 beschrieben werden, enden mit dem Geschäftsjahr 2014. Folgende Anwendungsfälle sind davon berührt.


Betriebsstätten

  • Ausländische Betriebstätten inländischer Unternehmen
    Die Abgabe einer E-Bilanz gilt grundsätzlich für das gesamte Unternehmen inklusive ausländischer Betriebstätten. Die Gesamt-E-Bilanz ist erst ab dem Geschäftsjahr 2015 Pflicht; für die inländischen Betriebstätten sind jedoch bereits zuvor elektronische Bilanzen zu übermitteln. Der ausländische Teil kann in Papierform ohne Taxonomie-Gliederung abgegeben werden.
  • Inländische Betriebstätten ausländischer Unternehmen
    Auch für diesen Anwendungsfall gilt eine Erleichterung für Wirtschaftsjahre bis 31.12.2014 in der Form, dass Papier-Bilanzen akzeptiert werden. Der Umfang der E-Bilanz beschränkt sich in den sogenannten „Inboundfällen“ nur auf die inländischen Betriebstätten und betrifft nicht das Gesamtunternehmen.


Steuerbefreite/steuerbegünstigte Körperschaften

  • Für Geschäftsjahre bis zum 31.12.2014 wird die Übermittlung in Papierform ohne Taxonomiegliederung nicht beanstandet. 
  • Im BMF-Schreiben IV C 6 – S 2133-b/11/10009 :004 erfolgt eine Darstellung der gängigsten Pflichtfälle zur Übermittlung eines Datensatzes für den steuerpflichtigen Teilbereich einer Körperschaft.


Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts

  • Für Geschäftsjahre bis zum 31.12.2014 wird die Übermittlung in Papierform ohne Taxonomiegliederung nicht beanstandet. Dies gilt allerdings nicht für private Rechtsformen – hier greifen die allgemeinen Berichtspflichten. 
  • Ab dem Geschäftsjahr 2015 müssen die kommunalen Betriebe ihre E-Bilanz elektronisch übermitteln.


Ausnahme für bestimmte Bereiche / Positionen

Die Reduzierung des Mindestumfangs der elektronischen Bilanz für Personengesellschaften für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 läuft aus. Damit greift der ursprünglich festgelegte Umfang an Berichtsinhalten ab dem Geschäftsjahr 2015:

  • Kapitalkontenentwicklung (PersG)
    Die Kapitalkontenentwicklung (KKE) wird für Geschäftsjahre nach dem 31.12.2014 nur noch in einem separaten Berichtsbestandteil von der Finanzverwaltung akzeptiert. Zuvor war die Erfassung und Übermittlung der Informationen im Bereich der Kapitalkonten der Bilanz möglich.
  • Sonder- und Ergänzungsbilanzen (PersG)
    Für Sonder- und Ergänzungsbilanzen bei Personenhandelsgesellschaften sind jeweils eigene Datensätze der digitalen Bilanz zu erstellen und einzureichen. Zuvor war eine Erfassung und Übermittlung der Sonder- und Ergänzungsbilanzen als Freitext im Bericht „Steuerliche Modifikationen“ möglich.

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