E-Bilanz

Elektronische Bilanz – Pflicht für alle bilanzierenden Unternehmen in Deutschland

Seit dem 01.01.2013 ist die Schonfrist, die noch für das Jahr 2012 gewährt wurde, abgelaufen – und die E-Bilanz gemäß § 5b EStG verbindlich. Für die rund 1,35 Mio. bilanzierenden Unternehmen in Deutschland hat dies weitreichende Folgen: Ab dem Wirtschaftsjahr 2013 sind sie dazu verpflichtet, ihre Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) in elektronischer Form an das Finanzamt zu übermitteln. Für die Einreichung der Daten zwingend vorgeschrieben: das XBRL-Format.

Ein digitaler Prozess, der mittlerweile etabliert ist

Die Erstellung und Übermittlung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) in elektronischer Form an das Finanzamt ist seit 2013 nunmehr ein etablierter Prozess in der Digitalisierung von Geschäftsprozessen von Unternehmen, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern.

Mit dem Geschäftsjahr 2015 kamen weitere Pflichten dazu

  • Einreichung von Sonder- und Ergänzungsbilanzen bei Personengesellschaften in eigenen Datensätzen 
  • Übermittlung der Kapitalkontenentwicklung bei Personengesellschaften in einem eigenen Berichtsbestandteil 
  • Einreichung entsprechender Datensätze aufgrund des Endes der Anwendungserleichterung in den Anwendungsfällen Betriebstätten, steuerbefreite Körperschaften sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts mit Betrieben gewerblicher Art (Randziffer 7 des BMF Schreiben IV C 6 - S 2133-b/11/10009 vom 28.09.2011)

 

Ziele der E-Bilanz

Mit der elektronischen Bilanz verfolgt die Finanzverwaltung folgende Ziele:

  • Abbau der steuerlichen Bürokratie
  • Maschinelle Verarbeitung und Analyse für Betriebsprüfung und Veranlagung

 

Wie ist die E-Bilanz zu übermitteln?

Der Umfang sowie die Struktur der zu liefernden Daten wird durch einen amtlich vorgeschriebenen Datensatz – die Taxonomie – bestimmt.

Für die Einreichung der Daten zwingend vorgeschrieben: das XBRL-Format.

Die im XBRL-Format (eXtensible Business Reporting Language) überlieferten und standardisierten Daten bieten vor diesem Hintergrund gleich mehrere Vorteile:

  • Künftig können Umfang und Tiefe der Prüfungsarbeiten in Abhängigkeit vom steuerlichen Risiko festgelegt werden.
  • Der Datensatz ermöglicht eine risikoorientierte Auswahl, welche Unternehmen einer Betriebsprüfung zu unterziehen sind und welche Schwerpunkte in der Prüfung gesetzt werden.

 

Auf der offiziellen Website der Finanzverwaltung zum Thema E-Bilanz finden Sie aktuelle Informationen zur Taxonomie, den entsprechenden ERiC-Versionen sowie bekannten Fehlern der Taxonomie.
Darüber hinaus stellt die Finanzverwaltung eine Darstellung der jeweiligen Taxonomien – inklusive Vergleich der Taxonomien – bereit.

 

Mehr zu Taxonomie und XBRL-Format

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